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Ismaning – Mit dem deutschen Sieger bekamen die Wolffkran Open den gewünschten Schlusspunkt. Nach einer aufregenden Woche war auch Turnierdirektor Peter Aurnhammer ein Gewinner und deutete bei seiner Bilanz ein noch stärkeres Starterfeld im nächsten Jahr an. Herr Aurnhammer, wie sind Sie mit dem ersten großen Herren-Profiturnier in Ismaning zufrieden? Sehr! Die Zufriedenheit des Turnierdirektors hängt proportional mit allen Seiten zusammen. Von Zuschauern, Spielern und Sponsoren habe ich gutes Feedback bekommen und das macht mich sehr glücklich. Wie sieht die Bilanz aus von der Zuschauerzahl bis zum härtesten Aufschlag? Die Zuschauerzahl müssen wir erst noch auswerten. Die 5000, die unser Ziel waren, dürften wir erreicht haben. Finanziell läuft es ziemlich genau auf Null heraus, aber wir machen das nicht, um reich zu werden. Es wird eine kleine schwarze Null. Das passt. Und der schnellste Aufschlag war 228 Stundenkilometer von Dustin Brown.

Beim zweiten Challenger 2018 können Sie die Lehren der Premiere ziehen. Was werden Sie da anders machen? Es gibt ein paar Punkte mit Optimierungsbedarf. So hatten wir manchmal das Problem, früh anfangen zu müssen. Da waren die Ballkinder noch in der Schule. Wir überlegen, ein paar Spiele in die zweite Halle zu verlegen und so später beginnen zu können. Das andere Problem war, dass wir international nicht bekannt waren. Da haben viele Spieler erst einmal abgewartet, ob wir so ein Turnier überhaupt ausrichten können. Wir hoffen nächstes Jahr noch auf ein paar international große Namen. Neunzig Prozent des Turniers bleibt wie heuer. Bedeutet die internationale Bekanntheit, dass nächstes Jahr statt 13 deutschen Spielern nur fünf im Hauptfeld stehen? Fünf können wir durch unsere Wildcards verhindern. Aber vielleicht sind es nicht mehr 13, sondern nur noch zehn.

Was wünschen Sie sich außer der Rückkehr von Zugpferd Dustin Brown? Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Als Vizepräsident des Bayerischen Tennis-Verbandes hätte ich am liebsten 32 Deutsche im Hauptfeld. Als Turnierdirektor hätte ich nichts gegen den einen oder anderen bekannten Namen. In der Vorwoche bei einem Challenger in Südtirol spielen Andrea Seppi, Marcos Baghdatis oder Tommy Robredo. Die standen alle schon unter den ersten Zehn der Weltrangliste. Wenn diese Namen dann von unseren Jungs besiegt werden, ist es noch besser. Wer war Ihr Lieblingsspieler diese Woche? Dustin Brown oder Yannick Hanfmann? Yannick Hanfmann war schon vor der Auslosung für mich ein Favorit aufs Finale. Es war klar, dass ein Halbfinale gegen Dustin Brown eng werden würde. Ich habe auf Yannick getippt und so kam es dann ja auch. Das Gespräch führte Nico Bauer.

 

Fotograf: DIETER MICHALEK

Wörter: 412

Urheberinformation: Alle Rechte vorbehalten – Muenchner Zeitungsverlag

2017-12-12T14:58:33+00:00